8. Bericht vom 04.02.2015 - 16.02.2015

 

Km 14800 - 16800 Fahrzeit 248h - 277h

 

Kamerun II

 

06Die Verwurzelten Baeume erreichen hoehen von ca 50 Metern. Sie sind meist bis in die Spitze erkletterbar. Aufgenommen im Stadtpark von Limbe.Nach 5 Tagen gutem Essen und Antibiotika kehrt die Kraft wieder zurück. Um auch die Lunge zu kurieren geht es nun ans Meer. Gerd begleitet mich in eine kleine Stadt am Fuße des Mt. Kamerun, Limbe. Hier, direkt am Atlantik, umgeben vom Urwald des Mt.Kamerun, findet sich das perfekte Klima für die angeschlagenen Bronchien. Wir quartieren uns nach zähen Verhandlungen zu einem guten Preis im, gerade im Umbau begriffenen, Miramar Hotel ein. Das Restaurant bietet erstklassige lokale Speisen. Am nächsten Morgen beginnt das Training um wieder auf das alte Gewichts- undJosh und der Chef Fitnessniveau zu kommen. Antikes Stadion Naehe LimbeDas anschließende Frühstück wird höchsten Ansprüchen gerecht und man wird satt. Eier, Brot, Bohnen, Bananen und Milch. Anschließend geht es zu Fuß die Stadt und den naheliegenden Park erkunden. Limbe ist bis auf den Strand verhältnismäßig sauber. Der Stadtpark gefällt01Meine erste Mauer09Mit 2 Helfern Arbeitet es sich leichter spontan. Geringer Eintritt , sauber und absolut ungenutzt. Umgeben von uralten Bäumen steht im Zentrum des Parks ein altes U-förmiges Amphittheater. Dort kann man in aller Ruhe nachdenken und schreiben. Gegen Abend zurück im Hotel, stelle ich fest, dass die meisten 07Unterhaltungen sind nur moeglich wenn der Chef gerade nicht in der Naehe istArbeiter immer noch mit dem Umbau des selbigen, dem mauern, verputzen oder gießen von Beton beschäftigt sind. Da ich ohnehin die nächsten Tage sportliche Betätigung geplant hatte, komme ich in diesem 14Unser Team vom BauKontext auf die Idee etwas Konstruktives mit meiner körperlichen Betätigung zu bewirken. Der Vorarbeiter ist von meiner Idee begeistert. Am nächsten Morgen nach dem Frühstück gehe ich gegen 7 Uhr zum Chef und hole mir die Instruktionen für heute ab. Heute Zement mischen und Pfeiler gießen. Einzige Werkzeuge sind Eimer und Schaufel versteht sich, keine Maschinen. Gearbeitet wird hier meistens im Team. Clovis, Alexis, Abondala und Tomé sind meine Kollegen (--> Begegnungen). Die Arbeit hier auf dem Bau ist hart aber verfehlt ihren sportlichen Zweck nicht. Zwischendurch lerne ich natürlich auch das Personal des Hotels kennen. Stefanie und Carine zeigen mir die besten Kneipen von Limbe und auch an Live Musik mangelt es hier nicht. Jeden Wochentag ist hier was los. An jeder Ecke wird hier gegrillter Fisch und Spieße angeboten, ein Genuss. Falls tagsüber noch Zeit ist, kann ich dem ein oder anderen hier Schwimmen beibringen. Viele haben Angst vorm Wasser. Die Eltern können ohnehin nicht schwimmen und so gibt es niemanden, der es vernünftig vermitteln kann. Viele unnötige, tödliche Unfälle in Strandnähe und in den Hotelpools sind die Folge. Von vielen Freunden muss ich mich schließlich nach der knappen Woche im Miramar Hotel verabschieden. Eine bekannte Straße führt mich Richtung Douala. Nach einiger Zeit ändere ich spontan den Kurs Richtung Süden um mir für einen Tag die angeblich sehr schöne Küstenstadt Kribi anzuschauen. Meine Entscheidung ist auch im zunehmenden Verkehr nahe der Hauptstadt Yaunde begründet, welche ich so umgehen kann. Gegen Nachmittag quartiere ich mich in einer günstigen Unterkunft nahe dem Strand Kribis ein. Etwas zu beißen zwischen die Zähne, eine Dusche und los gehts zur nächtlichen Stadttour. Kaum betrete ich die Küstenstraße, hält ein Moped direkt vor mir an. 02Meine beiden netten Gastgeberinnen Patrizia und Beaute03Patrizia geht es schon wieder besserZwei junge Frauen steigen ab und fragen mich, ob ich mich hier auskenne. Die beiden haben sich offensichtlich nicht verlaufen und sie wissen auch ziemlich sicher, dass ich mich hier nicht auskenne. Sie bieten mir an, mich mit ins Zentrum Kribis zu nehmen. In der nächstbesten Bar lernen wir uns näher kennen. Am Ende des Abends gehen wir wieder unserer Wege. Allerdings bin ich eingeladen noch ein paar Tage in Kribi bei ihnen zu bleiben. Es interessiert mich wie man hier lebt und so nehme ich das Angebot gerne an. Patrizia, Beauté und ihre Familie (--> Begegnungen) heißen mich herzlich Wilkommen. Wir leben die nächsten 5 Tage miteinander und lernen viel voneinander. Die Stadt ist mit Ihren sauberen Stränden zum schwimmen ideal, auf dem Markt bekommt man alles, was man zur gesunden Ernährung braucht, die Bars sind nachts immer voller interessanter Menschen. Die Zeit hier kann man wirklich genießen. Das alte Kampfgewicht ist nach dem Aufenthalt definitiv übertroffen, die Kraft reicht wieder, um das Bike aus jeder erdenklichen Position aufzurichten und die Ausdauer ist ebenfalls wieder hergestellt. Die Auswirkungen der Erkrankungen scheinen endgültig überwunden. Die Visa sind bereits im Pass, der Motor summt immer noch freudig mit jedem Kick. Nun nehme ich mir den Tropengürtel Afrikas vor. Mit einer bewaldeten Piste von Kribi Richtung Ebolowa beginnt der Spaß...

11Die Badewanne nach dem Waschgang meiner Kleidung

Die Badewanne nach dem Waschen der Moppedklamotten!